So
funktioniert der Softwaretausch bei der D-Box Grundsätzliches zum Softwaretausch
Zunächst wird die Box aufgeschraubt. Für die 5 eckigen Spezialschrauben kann man sich entweder einen Schraubendreher zurechtfeilen oder man verwendet einen Torx 10H mit Mittelloch. Dieser hat zwar 6 Ecken, paßt aber trotzdem. Wenn man die Box geöffnet hat, sieht man links die Tunerplatine, in der Mitte hinten das Modem und rechts das Netzteil. Wichtig!!!! Beim Netzteil handelt es sich um Schaltnetzteil. Diese führen ziemlich hohe Spannungen, wem also sein Leben lieb und teuer ist, der sollte beim Netzteil höllisch aufpassen... Der Anschluss für das BDM Interface befindet sich unter der Modemplatine. Um dieses auszubauen müssen die 2 Blechlaschen umgebogen werden und das Flachbandkabel abgezogen werden, dann die hinteren Schrauben lösen und das Modem kann ausgebaut werden. Direkt vor der Rückwand der Box finden wir jetzt die Steckerleiste, an die das BDM Modul angeschlossen wird. Bevor wir es anschließen, trennen wir die Box und den Rechner vom Netz. Dann wird das Modul angeschlossen und mit einem Druckerverlängerungskabel an einen Druckerport des Rechners angeschlossen. Der Bootblock ist schreibgeschützt. Wenn dieser ausgetauscht werden soll, dann muß noch die Brücke JP6 mit einem Jumper gebrückt werden. Wo man diese Brücke findet, steht in der Anleitung zum BDM oder muß eben gesucht werden (es gibt verschiedene Platinenversionen) Jetzt den Rechner und die Box wieder anschalten und nicht wundern, daß das Display der Box zunächst dunkel bleibt. Die Box wartet, bis der Rechner den Druckerport initialisiert hat und das kann bei Windows 95 eine ganze Weile dauern. Wenn aber der Rechner vollständig gebootet hat, dann sollte auch die Box normal funktionieren. Jetzt wird zunächst die alte Software ausgelesen und auf Platte gesichert. Ich beziehe mich hier auf das Programm BDP 1.15 von Erwin Reuss. Hier wird zunächst auf den Button ´Connect´ geclickt, das Programm nimmt Verbindung zur Box auf und das Boxdisplay wird schwarz. Dann kann man die 3 Speicherbereiche ´Bootblock´ ´Settings´ und ´Firmware´ auslesen und auf Platte speichern. Anschließend kann die neue Software und der neue Bootloader mit diesem Programm in die Box geschrieben werden. Wenn man jetzt wieder den Connect Button ´clickt´ sollte die Box eigentlich mit der neuen Software booten und man kann damit arbeiten. Um sich das Leben zu vereinfachen, kann man auch gleich eine fertige Programmtabelle (Settings) in die Box laden, dann spart man sich die Installationsprozedur. Bootet die Box nicht, kann das 2 Ursachen haben. Entweder es ist irgendetwas schiefgelaufen beim schreiben oder die Box kommt mit dem Jumper JP6 nicht zurrecht. Um diesen zu entfernen, genügt es, die Box vom Netz zu trennen, der Rechner kann in der Zischenzeit weiterlaufen. Man sollte nach dem Austausch des Bootblocks den Jumper auf jeden Fall wieder aus der Box entfernen. Ein in der Box vergessener Jumper war die Ursache für manch eigentümliches Problem.
Gehen wir einmal von einer 1MB Box aus so ist dieser Speicherbereich zunächst in 2 Blöcke unterteilt. Die ersten 128 k sind der Bootblock, der Rest die Firmware. Ein spezieller 48k großer Block innerhab des Bootblocks beinhaltet die Settings (darin stehen alle Kanäle, die in der Box gespeichert sind). Dieser 48k Block kann auch ohne Jumper JP6 beschrieben werden. Wenn man also eine 1MB große Datei findet, so besteht diese aus Bootblock + Firmware.
Und so gehts seriell mit Transbox Zunächst besorgt man sich die Software, die man einspielen möchte, ein Nullmoodemkabel und Transbox (die Demoversion kostet nichts, kann aber nur den Bootloader 2.00uns, für alle anderen Bootloader wird die Vollversion für 29 DM benötigt). Jetzt das Nullmodemkabel an die Box und an den Rechner anschließen (hier ist es nicht notwendig, alles vom Netz zu trennen, ich stecke bei mir das serielle Kabel im laufendem Betrieb rein). Jetzt am besten die Hilfedatei zu Transbox durchlesen, da steht eigentlich alles drin. Auf jeden Fall muß man zunächst natürlich den Com Port wählen (sonst wird die Software in die Maus geschrieben :-) und den Bootloader angeben (Nokia: 2.00 und 1.01, d-box® alle anderen). Jetzt trägt man im Feld ´Software´ die Software ein, die man in die Box spielen möchte (rechte Maus, Eintrag einfügen). Dann noch ein Häkchen neben diesen Eintrag, damit Transbox auch weiß, daß die Software geschrieben werden soll und dann gehts los. Zunächst Netzstecker der Box ziehen, dann bei Transbox ´Start´ und ´ Verbinden´ wählen. Jetzt innerhalb von ein paar Sekunden den Netzstecker der Box wieder einstecken. Wenn alles glatt geht, sollte sowohl im Boxdisplay als auch im Programmdisplay ´serial´ erscheinen. Jetzt einfach ´download´ oder ´turbo download´ (wenn man die Vollversion hat) wählen und die Soft wird in die Box geschrieben. Das dauert im normalen Modus ca 15 Minuten, im Turbo Modus ca. 3 Minuten. Anschließend kann man sich, wenn man möchte, auch noch die Programmtabelle (Settings) in die Box spielen, ansonsten muß man alles neu programmieren.
Wie stelle ich wieder den Ausgangszustand her? Wenn ich das ganze mit dem BDM getauscht habe, dann konnte ich mir ja vorher eine Sicherheitskopie auf Platte speichern. In diesem Fall einfach alles, was damals gelesen wurde, wieder in die Box schreiben (um den Bootloader zu schreiben an den Jumper denken). Wenn die Software
seriell ausgetauscht wurde, einfach aus dem Netz eine BD Software holen und diese wieder
einspielen, oder, wenn noch der original BD Bootloader in der Box ist, mit OPT + Standby
die aktuelle BD Soft vom Satellit laden. Was bedeutet Error 75? Dies ist ein Checksummenfehler und tritt in der Regel dann auf, wenn man versucht, mit dem BDM auf einen pBD Bootloader eine andere Software zu spielen. Abhilfe: Entweder Transbox verwenden oder den Bootloader gegen den 2.00uns austauschen.
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